20.08.2026
FUSSBALL - MÄNNER ♥♥ – Trainerinterview – Ausblick auf die Saison 2026/27
Nach dem Aufstieg in die Kreisoberliga übernimmt Björn Elsner die Verantwortung als neuer Trainer der 1. Männermannschaft. Im Interview spricht er über die Vorbereitung, Veränderungen im Kader und die Ziele für die kommende Saison.
Hallo Björn, die Vorbereitung neigt sich langsam dem Ende zu. Wie fällt dein Fazit aus?
Ich bin mit der bisherigen Vorbereitung insgesamt ganz zufrieden. Aufgrund der Urlaubszeit war die Trainingsbeteiligung natürlich nicht immer optimal, das ist in dieser Phase aber ganz normal. Umso wichtiger ist, dass die Trainingsintensität in allen Einheiten sehr gut war und die Mannschaft jedes Mal hervorragend mitgezogen hat. Genau diese Einstellung und Bereitschaft brauchen wir als Aufsteiger.
Die Ergebnisse der vier Testspiele – zwei Niederlagen gegen Bretnig-Hauswalde und Blau-Weiß Zschachwitz sowie zwei Unentschieden gegen Edelweiß Rammenau und dem SV Birkwitz – spielen für mich dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wir haben viel ausprobiert, verschiedene Formationen getestet und standen nie mit dem kompletten Kader auf dem Platz.
Viel wichtiger ist, dass wir gegen starke Gegner immer wieder gute Ansätze gezeigt haben. Natürlich gibt es noch Dinge zu verbessern – genau dafür ist eine Vorbereitung da.
Im Sommer hat sich im Kader einiges verändert. Wie bewertest du die personellen Veränderungen?
Mit Jan Rehacek, Pavel Bursa, Dominik Karsch und Paul Küttner haben uns wichtige Spieler verlassen. Zudem pausieren Pavel Vomacka und Franz Hofmann vorerst. Sie alle hatten großen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre. Dafür bedanke ich mich bei ihnen herzlich und wünsche ihnen alles Gute.
Gleichzeitig konnten wir den Kader mit Robin Selzle, Max Worbs, Elias Adler und Adam Hejl gezielt verstärken. Herzlich willkommen beim SSV. Alle vier passen sportlich und menschlich hervorragend zu uns. Dazu kommen mehrere A-Jugend-Spieler, die den Sprung in den Männerbereich schaffen und unseren Kader verjüngen.
Mit welchen Zielen geht der SSV in seine erste Kreisoberliga-Saison nach dem Aufstieg?
Der Aufstieg war das Ergebnis einer starken Mannschaftsleistung. Die Mannschaft und das Trainerteam um Peter Schierz haben sich diesen Erfolg gemeinsam erarbeitet und absolut verdient. Darauf können wir stolz sein.
Jetzt beginnt ein neues Kapitel. Als Aufsteiger ist unser erstes Ziel natürlich der Klassenerhalt. Langfristig möchten wir uns in der Kreisoberliga etablieren und gleichzeitig unseren Nachwuchsspielern den Weg in den Männerbereich ermöglichen.
Trotzdem müssen wir uns nicht kleiner machen, als wir sind. Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten und damit viele Voraussetzungen, um eine gute Saison zu spielen.
Der Spielplan hält gleich zu Beginn einige Hochkaräter bereit. Wie blickst du auf den Saisonstart?
Der Auftakt wird definitiv anspruchsvoll. Mit den Derbys in Sebnitz und Neustadt sowie den Spielen in Hartmannsdorf, gegen den 1. FC Pirna und Landesklassen-Absteiger Bannewitz wartet direkt ein schwieriges Programm auf uns.
Vielleicht ist es aber auch gar nicht schlecht, gleich zu Beginn gegen starke Mannschaften zu spielen. Wir sehen direkt, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen.
Entscheidend wird sein, die Saison nicht nach den ersten Wochen zu bewerten. Wir müssen ruhig bleiben, weiterarbeiten und an unseren gemeinsamen Weg glauben.
Der Verein setzt inzwischen verstärkt auf Spieler aus der Region und den eigenen Nachwuchs. War das eine bewusste Entwicklung?
Ja, definitiv. In den letzten Jahren haben wir immer wieder auf Spieler zurückgegriffen, die teilweise nicht aus Neustadt und der näheren Umgebung kamen. Diesen Jungs sind wir sehr dankbar, haben sie uns doch in dieser Übergangsphase extrem geholfen und unsere Mannschaft bereichert.
Nun trägt unsere langjährige Nachwuchsarbeit langsam Früchte und wir können die ersten Jugendspieler im Männerbereich begrüßen. Darauf sind wir sehr stolz und freuen uns auf die jungen Talente.
Wir möchten verstärkt auf Spieler aus der Region setzen und unseren eigenen Nachwuchs an den Männerbereich heranführen. Dieser Weg ist nicht immer der einfachste, denn junge Spieler brauchen Zeit und werden auch Fehler machen. Das gehört zur Entwicklung dazu.
Gleichzeitig identifizieren sie sich stark mit dem Verein und bilden gemeinsam mit unseren erfahrenen Spielern eine spannende Mischung. Ich bin überzeugt, dass wir damit langfristig den richtigen Weg eingeschlagen haben.
Du sprichst die Arbeit im Umfeld an: Wie seid ihr an der Seitenlinie aktuell aufgestellt?
Im Trainingsbetrieb werde ich aktuell von Franz Hofmann unterstützt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Zusätzlich suchen wir noch einen Co-Trainer, der mich bei Spielen, im Training und bei der täglichen Arbeit mit der Mannschaft unterstützt. Wer Lust hat, Verantwortung zu übernehmen und diesen Weg mitzugestalten, kann sich gerne direkt bei mir oder beim Verein melden.
Bevor die Liga startet, wartet mit dem Pokalspiel gegen den SV Glashütte bereits das erste Pflichtspiel. Was erwartest du?
Mit Glashütte erwartet uns direkt ein schwerer Gegner aus der Kreisoberliga. Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe, auf die wir uns aber freuen.
wir im Pokal möglichst weit kommen. Gleichzeitig bietet uns das Spiel die Möglichkeit zu sehen, wo wir kurz vor dem Ligastart stehen. Wenn wir mutig auftreten und als Mannschaft geschlossen arbeiten, haben wir auch gegen Glashütte unsere Chance.
Zum Abschluss: Was wünschst du dir für die kommende Saison?
Ich wünsche mir vor allem, dass wir als gesamte SSV-Familie zusammenstehen. Gerade als Aufsteiger wird es nicht nur erfolgreiche Wochen geben. Es wird Rückschläge geben – und dann wird entscheidend sein, dass Mannschaft, Trainerteam, Verein und Fans zusammenhalten.
Persönlich freue ich mich sehr auf die Saison. Es ist etwas ganz Besonderes, die 1. Männermannschaft meines Heimatvereins trainieren zu dürfen. Die tägliche Arbeit mit den Jungs macht mir unglaublich viel Spaß und ich bin überzeugt, dass in der Mannschaft viel Potenzial steckt.
Unsere Mannschaft kann sich dabei auf eine tolle Unterstützung verlassen. Mehr als 120 Zuschauer im Schnitt haben uns bereits in der vergangenen Saison begleitet – für die Kreisliga A ein außergewöhnlicher Wert. Ich hoffe, dass uns diese Unterstützung auch in der Kreisoberliga erhalten bleibt und wir den Zuschauerschnitt vielleicht sogar noch steigern können. Ob langjähriger Fan, Vereinsmitglied oder einfach Fußballbegeisterter aus der Region – wir freuen uns über jeden, der uns auf dem Jahnsportplatz unterstützt.
Wir sind demütig und wissen um die Herausforderung der neuen Saison.
Gleichzeitig sind wir auch selbstbewusst und kennen unsere Stärken.
Mit der nötigen Konsequenz, Leidenschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit werden wir unsere Ziele erreichen.
(Bild mit KI erstellt)
